Beziehungen berühren uns in der Tiefe

 

 

 

Unsere grundlegenden Beziehungserfahrungen mit unseren ersten Bezugspersonen prägen uns so stark, dass wir das als die Wahrheit von Bindung und Beziehung erleben. Bindungserfahrungen, die in uns eine Sehnsucht nach angenommen, geliebt und gewollt sein verhindert haben, prägen unser Beziehungsverhalten im Erwachsenenleben: unser Verhalten, Handlungen und Emotionen sind geprägt von Unsicherheit. Wir verhalten uns dann ambivalent, vermeidend oder sogar chaotisch.

 

Beziehungen sind fließend, sie bewegen sich innen und außen. Wenn wir einen inneren Zwiespalt fühlen zwischen dem Wunsch nach Beziehung und gleichzeitig einer (traumabedingten) großen Angst davor (diese kann sich in Druck, Enge in Kontaktsituationen äußern) kann uns das daran hindern erfüllte und gesunde Verbindung zu leben. Es ist im Grunde eine tiefsitzende Angst davor sich wieder ausgeliefert, allein und abhängig zu fühlen, wie es irgendwann in der Kindheit durch unser Erleben eingeprägt worden ist.

 

 

Die tiefe, ungestillte Sehnsucht nach Verbindung hinterlässt eine große Wunde der Verlassenheit.

 

 

Wenn Du es kennst, dass Du immer wieder in heftig-intensive und scheinbar unlösbare Konflikte mit nahestehenden Menschen gerätst, kann dies ein Hinweis auf frühe Traumatisierung sein.

 

(auch bei dem/der Beziehungspartner*In)

 

Das kannst Du zum Beispiel daran erkennen:

 

- Das Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz funktioniert nicht

 

- Das Setzen und/oder Respektieren von Grenzen fällt schwer

 

- alltäglicher Stress fordert alle deine Reserven

 

- Du denkst übermässig viel über Konflikte nach (es nimmt zuviel Raum ein)

 

- Du erlebst heftige Gefühlsstürme, die du kaum bändigen kannst

 

- Das Gefühl von nicht gewollt sein oder Angst vor dem Verlassen werden ist unterschwellig immer da oder bestimmt all deine Beziehungen (Du gehst in Überanpassung, machst es allen Recht)

 

- Kompensationsstrategien bestimmen deinen Alltag

 

(Du musst immer etwas tun, managen und/oder schiebst alles auf, machst nichts zu Ende)

 

Dann kann körperorientierte Arbeit einen Weg für dich eröffnen.

 

*Dieses sind nur einige Folgen und Anzeichen von frühen Traumatisierungen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.